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Aktuelles

01.07.2020 Wiedehopf - Brut nach 44 Jahren

Wiedehopf Jungvögel

Zuletzt wurde eine Brut des Wiedehopfes in NRW im Jahr 1977 beobachtet. Seitdem galt der Wiedehopf in NRW als ausgestorben. Jetzt gelang ein Brutnachweis in Essen. mehr ...

25.06.2020 Natur in NRW

Natur in NRW 2/20

In Heft 2/2020 der Zeitschrift "Natur in NRW" des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen ist die BSWR gleich mit zwei Beiträgen vertreten:
Corinne Buch und Peter Keil berichten über die floristische Kartierung von Friedhöfen in Mülheim an der Ruhr, bei der sich ihre Bedeutung für die Biodiversität im urbanen Raum gezeigt hat.
Christine Kowallik, Randolph Kricke und weitere ziehen nach 10 Jahren Gänsemanagement an Duisburger Freizeitseen eine Bilanz der Effekte auf die Brutbestände und die Konfliksituation.

Buch, C.; Keil, P. (2020): Friedhöfe tragen zur urbanen Biodiversität bei. Ergebnisse einer floristischen Kartierung in Mülheim an der Ruhr. - Natur in NRW 45 (2): 22-27.
Kowallik, C.; Kricke, R.; Rautenberg, T.; Schon, G.; Keil, P. (2020): Zehn Jahre Gänsemanagement an Duisburger Freizeitseen. Effekte auf die Brutbestände und die Konfliksituation. - Natur in NRW 45 (2): 28-33.

Download des Heftes hier ...

10.06.2020 Reusenfallen zur Amphibienerfassung

Rana 21

Die BSWR arbeitet bei der Erfasung von Amphibien, insbesondere der Molche sowie Amphibienlarven, mit Reusen verschiedener Bauart. Seit 2004 werden erfolgreich Flaschen- und Eimerreusen verwendet, seit 2014 testen wir ein auch neuen Typ, dessen ursprüngliche Version aus England stammt, die Beutelboxfalle.
Von dieser wurde zudem 2016 eine neue, verbesserte Konstruktion entworfen, die seitdem von der BSWR eingesetzt wird. Im Rahmen einer Masterarbeit von Janina Zurybida, geb. Pagel (Hochschule Bremen) wurden 2014 neben Freilanduntersuchungen auch vergleichende Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse hier vorgestellt wurden. Im Rahmen einer Bachelorarbeit von Sven Bodingbauer (Ruhr-Univ. Bochum) wurden 2017 die drei Fallentypen (darunter auch unsere Neukonstruktion) parallel eingesetzt, so dass die Fängigkeit direkt verglichen werden kann.
Was schon im normalen Monitoring der BSWR deutlich wurde, kann hier in beiden Arbeiten wissenschaftlich belegt werden: Die Beutelboxreuse ist ein herausragende Hilfe für das Amphibienmonitoring.

Zurybida, J.; Schlüpmann, M. (2020): Beutelboxreusen, Eimerreusen und Flaschenreusen in vergleichenden Experimenten. – Rana 21: 122-137.
Bodingbauer, S.; Schlüpmann, M. (2020): Die Beutelboxreuse – eine neue Wasserfalle zur Amphibienerfassung im Methodenvergleich nebst Empfehlungen zur standardisierten Erfassung des Kammmolches (Triturus cristatus). – Rana 21: 92-121.

Für 5,00 € zuzüglich Versandkosten kann das Heft hier bestellt werden ....

Neue Veröffentliochung

Fallopia x conollyana

Seltene Flügelknöterich-Hybride in Essen
Die in Europa äußerst seltene Hybride Fallopia ×conollyana (F. japonica var. japonica × F. baldschuanica) wurde bereits 2017 in Essen nachgewiesen und über zwei Jahre beobachtet.
Mehr dazu in der aktuellen Veröffenlichung:
Keil P.; Fuchs, R. (2019): Ein Vorkommen von Fallopia ×conollyana (Polygonaceae) in Essen (Nordrhein-Westfalen). An occurrence of Fallopia ×conollyana (Polygonaceae) in Essen (North Rhine-Westphalia). – Floristische Rundbriefe 53: 2-11.
https://www.researchgate.net/ ...

Bienenwiese aus Regiosaatgut

Bienenwiese REGIONALE SAMENMISCHUNG
zur Einsaat in ihrem Garten.

Sie möchten eine mehrjährige bunte Blumenwiese für zuhause.
In der Zeit von Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 13.00 Uhr sind die Saattütchen von Bündnis Biene & Co kostenlos bei uns erhältlich.

LELINA (Lern- und Erlebnislabor Industrienatur)

Grüne Lernorte in der Metropole Ruhr schaffen:
RVR und Partner starten ein außerschulisches Bildungsprojekt zur Industrienatur

Essen / Metropole Ruhr. Der Regionalverband Ruhr, die Ruhr-Universität Bochum, die Bergische Universität Wuppertal und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet werden fünf außerschulische, quartiersnahe Lern- und Erlebnislabore in der Metropole Ruhr aufbauen. Diese stehen Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen und Jahrgänge für Experimente und eigene Projekte zur Erkundung der Industrienatur zur Verfü-gung. Ziel ist es, diese spezielle Stadtnatur des Ruhrgebiets kennen, wertschätzen, pflegen und erhalten zu lernen. So soll das Natur- und Umweltwissen erweitert, naturwissenschaftliche Zusammenhänge erkannt und gleichzei-tig Inklusion gelebt, Persönlichkeit gefördert und das Wohn- und Schulumfeld wahrgenommen, verstanden und mitgestaltet werden.

„Jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Bildung und Einkommen die Möglichkeit zu eröffnen, die grüne Infrastruktur der Metropole Ruhr und ihren Beitrag zum Klimaschutz zu erfahren, ist uns ein wichtiges Anlie-gen,“ so Nina Frense, Beigeordnete des Bereichs Umwelt beim RVR. „Biodiversität, Inklusion und Interkultur werden bei diesem Bildungsprojekt für nachhaltige Entwicklung ganz eng miteinander verzahnt.“

Das Projekt ist auf 4,5 Jahre bzw. 5 Schuljahre angelegt und wird gefördert mit Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zu 75 Prozent und des Landesumweltamtes (12,5 Prozent) sowie des RVR (12,5 Prozent). Es stehen insgesamt rund 2,75 Mio. Euro zur Verfügung.

Die fünf außerschulischen Lern- und Erlebnislabore sollen im Landschaftspark Duisburg-Nord, im Gleispark Frintrop in Oberhausen an der Eickwinkelhalde in Essen, an der Kokerei Hansa in Dortmund und an der Halde Sachsen in Hamm entstehen. Diese Areale sind schon jetzt Standorte der Route Industrienatur und befinden sich überwiegend im Eigentum des RVR. Geplant ist, Container auf den Flächen zu errichten, durch die als Lern-labore vor Ort Experimente durchgeführt werden können. Vorab sollen die Standorte der Industrienatur natur-wissenschaftlich verbessert werden. Schon bei der Entwicklung der Unterrichtsmodule werden Fachlehrkräfte beteiligter Schulen einbezogen. Begonnen wird in der ersten Projektphase mit maximal zehn Stützpunktschulen an den Standorten in Essen und Hamm. Jede Schule kann mit drei Klassen an bis zu sechs Terminen pro Jahr am außerschulischen Unterricht teilnehmen. Im Laufe des Projektes sollen bis zu 35 Schulen mit über 3000 Schülerinnen und Schülern das außerschulische Lernangebot nutzen können. Geplant ist, das Unterrichtsthema im Schulalltag langfristig zu verankern.

Zur Inklusion werden neue und bewährte Umweltbildungsmethoden angewendet. Dabei sollen Akteure wie der Blinden- und Sehbehindertenverband, die Gesellschaft für Hörbehinderte, Fachdienste, Agenturen und Beiräte ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützend mitwirken. Ergebnisse durch ständige Evaluationen werden dazu genutzt, die Flächen, die Labore und die Unterrichtseinheiten zu optimieren.

Das Projekt soll im Sinne der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt und der Grünen Infrastruktur im urban-industriellen Raum des Ruhrgebiets die große Artenvielfalt dieser Region einer breiten Bevölkerung nä-herbringen. Insbesondere benachteiligte Gruppen sollen von diesem Bildungsprojekt Gebrauch machen können.

Weitere Infos unter www.rvr.ruhr und www.bfn.de

23.03.2020 Spinnentiere in Essen

Wespenspinne

Stephan Lauterbach, Thomas Hörren und Marcus Schmitt berichten in einer neuen Online-Publikation über aktuelle Funden von Spinnentieren (Arachnida) in Essen und angrenzenden
Stadtgebieten ausgewertet und mit Fundmeldungen für diese Region aus dem Online-Atlas der Spinnentiere Europas sowie unveröffentlichten Einzelmeldungen ergänzt. Demnach sind zurzeit 208 Webspinnenarten (Araneae), 18 Weberknechtarten (Opiliones) und 4 Pseudoskorpionarten (Pseudoscorpiones) im bearbeiteten Bereich bekannt. Lesen Sie mehr... [1.468 KB]

Bundesfreiwilligendienstler/in

für die Umweltbildung gesucht. Bitte bewerben.
Mehr Informationen hier... [440 KB]

Bündnis Biene & Co

Bündnis Biene & Co: Gründung eines Netzwerkes für den Artenschutz
Die Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit und Mobilität, Frau Sabine Lauxen, der Leiter der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet Herr Dr. Peter Keil und das Agendabüro gründeten am 02.09.2019 mit Vertreterinnen und Vertretern aus vielen Bereichen der Stadtgesellschaft ein Bündnis für den Erhalt unserer Artenvielfalt. Ausschlaggebend war der aktuelle Bericht des Weltbiodiversitätsrates, der erneut auf den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt hingewiesen hat. Unter dem Motto: „konkret und lokal!“ interagieren im „Bündnis Biene und Co.“ die Akteure politisch und gesellschaftlich, um gemeinsam Lösungen zu finden. Die Biene als Namenspate des Bündnisses und im Logo ist eine Sympathieträgerin, sie ist „fleißig“ und handelt für die Gemeinschaft. Der Rückgang der Insekten ist eine Folge des Verlusts und der Beeinträchtigung geeigneter Lebensräume, wie Hecken, Säume, Heiden, Magerrasen, Moore, Feuchtgebiete, Kleingewässer, blütenreiche Wiesen und naturnahe Wälder . Die Ansaat und Pflanzung heimischer Pflanzen, eine Reduzierung der Lichtverschmutzung und eine naturnahe Umgestaltung von Parks und öffentlichen Flächen sind nur einige Punkte die auf der Agenda von Bündnis Biene und Co stehen.
Presseartikel

Auf der Homepage von Bündnis Biene & Co werden Veranstaltungen und alle geplanten Aktionen beschrieben.

Projekte mit Bündnis Biene & Co

Mistbiene

Das Bündnis Biene & Co ermöglicht der BSWR 2020 zwei Projekte durchzuführen.

Zum einen können 15 Kinder von 7-10 Jahren in den Sommer- und Herbstferien für jeweils zwei Tage an einem Ferienaktionstag zum Thema Insekten teilzunehmen.
Informationen demnächst hier... und Anmeldung ab Mai möglich!
Termine Di 30.06; Mi 01.07; Mo 10.08 oder Di 11.08.2020 von 10.00-13.00 Uhr

Zum anderen wird die BSWR Saatgut- Sammelaktionstage durchführen, um in der Zukunft ein Saatguttütchen aus Oberhausen herzustellen.
Nähere Informationen hier.... [89 KB]

28.01.2020 Programm der Botanik-AG Oberhausen

Cochlearia danica

Programm 2020 als pdf ... [88 KB]
Ansprechpartner und Organisation:
Christian Riedel (Tel.: 0176‐24267160), Stellvertreter: Heinrich Bahne und Manfred Polotzek
Jede(r), die/der nähere Informationen und Einladungen über den E‐Mail‐Verteiler erhalten möchte,
wende sich an: christianriedel(at)freenet(dot)de
Gäste und potentielle Neumitglieder sind herzlich willkommen!
Themenschwerpunkte: Naturschutz in Moor und Heide, essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen, Herbarium Zollverein des Ruhr Museums.
Homepages:
http://www.nabu-oberhausen.de/mitmachen/botanische-arbeitsgemeinschaft/
http://www.flora-deutschlands.de/Herbarien/herbarium_oberhausen.htm

26.01.2020 16. Flora-Fauna-Tag Ruhrgebiet

Flora-Fauna-Tag 2020

16. Treffen zum fachübergreifenden Erfahrungsaustausch zur Entwicklung von Flora und Fauna im Ruhrgebiet.
Vielfältige Vorträge zu Artenschutzmaßnahmen, Kartierungen, Bestandsaufnahmen, Neunachweisen und Beobachtungen lockten rund 160 Teilnehmer zu unserem 16. Flora-Fauna-Tag in Essen.
Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen, dass diese Veranstaltung jedes Jahr so ein toller Erfolg wird!

Ferien auf Ripshorst

In den Ferien noch nichts vor? Jeweils für eine Woche in den Oster-, Sommer- und Herbstferien können 15 Kinder von 8-12 Jahren die Natur um Haus Ripshorst entdecken und erforschen. Je nach Jahreszeit werden unterschiedliche Themenschwerpunkte gesetzt, immer steht unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt im Fokus. Auch spielerische Elemente und Bastelaktionen kommen beim Forschen nicht zu kurz.
Einmal pro Woche besuchen wir das Tiergehege im Kaisergarten und kooperieren mit den Ferienspielkindern der Naturerlebnisschule und an einen anderen Tag suchen wir einen Naturerlebnisort in der Umgebung auf.
Veranstalter: Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V.
Treffpunkt: Biologische Station im Haus Ripshorst, Ripshorster Straße 306, 46117 Oberhausen
Zeit: ab 8:30 Uhr, Beginn 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Wird nur eine Halbtagsbetreuung gewünscht kann ein Kind auch schon um 13:00 Uhr abgeholt werden.
Termine:
Sommerferien: 03.08.–07.08.2020 [1.930 KB] (6. Woche) Anmeldung ab April 2020
Herbstferien: 12.10.–16.10.2020 (1. Woche) Anmeldung ab April 2020

Teilnahmegebühr: 25,00 € pro Woche (Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland LVR)
Inklusive: Enthalten sind Betreuung der Kinder, Bastelmaterial, sowie ein warmes Mittagessen.

Anmeldung und weitere Informationen: Verena Niehuis, 0208/46 86 092, verena.niehuis@bswr.de
Kooperationspartner: Naturerlebnisschule im Tiergehege im Kaisergarten Oberhausen
Bitte ein Frühstück, Getränke und wetterfeste Kleidung (ggf. inkl. Gummistiefel und Regenhose), die auch dreckig werden darf, mitbringen!

02.12.2019 Neue Kooperation in der Umweltbildung

Malin Conrad und Sven Hellinger haben am 2.12 die Projektstelle "Zukunft und Heimat: Revierparks 2020" angetreten. Ziel ist es in Kooperation mit dem RVR die Revierparks Vonderort und Mattlerbusch im Hinblick auf urbane Biodiversität und umweltpädagogische Projekte zu entwickeln und zu modernisieren.

14.10.2019 Politik zu Besuch

Norwich Rüße MdL, Sprecher für Landwirtschaft, Natur-, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW und Hubert Niehoff, Mitglied der Grünen aus Mülheim an der Ruhr besuchten die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e. V. Dr. Peter Keil stellte bei einer Wanderung über die Brache am Gleispark Frintrop die urbane Biodiversität und Industrienatur vor und erläuterte die Aufgaben, Projekte und Arbeiten der Biologischen Station.

Jahresbericht 2018

Jahresbericht 2018

Der Jahresbericht für das Jahr 2018 liegt jetzt gedruckt vor und kann als hier als Pdf heruntergeladen werden.

Praxistipps zur Ansaat von artenreichem Grünland

Die BSWR gibt Praxistipps zur Ansaat von artenreichem Grünland
Pünktlich zum Beginn der Vegetationsperiode stellen wir eine Anleitung zur ökologischen Aufwertung von Grünland für Landwirte, Behörden, Naturschutzverbände oder Privatpersonen bereit. Hierbei werden spezielle Saatgut-Zusammenstellungen (inkl. Artenlisten) für das westliche Ruhrgebiet (differenziert nach Naturräumen und Feuchtestufen) empfohlen. Die Einzellisten sind zusätzlich als pdf verfügbar.
mehr zum Download ...

04.04.2019 Pflanzaktion in der Heisinger Ruhraue

Pflanzaktion mit der Schule am Wasserturm

Im FFH-Gebiet Heisinger Ruhraue in Essen hat die BSWR eine zweite Ersatz-Nachpflanzung eines Auwaldes durchgeführt. Insgesamt wurden 750 Bäume unterschiedlicher Arten gepflanzt. Grund dafür ist zum einen eine Steigerung der Biodiversität in einem bedeutenden Natura-2000 Gebiet, zum anderen aber auch das Zurückdrängen von Neophyten wie dem Riesenbärenklau durch Beschattung.

Zum Zweiten Mal nahm die Schule am Wasserturm (Kopperationspartner der Umweltbildung) aus dem Essener Südostviertel teil.
Herr Bega (Schulleiter), die Lehrerinnen und 24 Viertklässler pflanzten am 4. April 2019 in der Ruhraue 300 junge Bäume an.
Unterstützt wurde die Klasse 4a von der BSWR, Frau Simone Raskob, Beigeordneten für Umwelt, Bauen und Sport der Stadt Essen, sowie dem Umweltamt der Stadt Essen. Allen Beteiligten, insbesondere die Kinder, waren mit großem Eifer und Begeisterung hat die Aktion sehr viel Freude bereitet.

Angestoßen wurde die Pflanzaktion von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen, gefördert von der Bezirksregierung Düsseldorf.

Presseartikel

11.04.2019 Bsal: Flyer und Vortrag abrufen

Feuersalamander

Die Situation des Feuersalamanders ist dramatisch. Der Salamanderfresserpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) wurde inzwischen an vielen Stellen im Ruhrgebiet festgestellt. Im Ruhrgebiet liegen bislang Nachweise aus Essen, Bochum, Mülheim an der Ruhr und Witten vor. In Teilen Essens ist der Feuersalamander inzwischen verschwunden. Wir müssen mit einem großflächigen Verschwinden der Art rechnen. Betroffen sind aber auch die heimischen Molche.
Mehr Informationen, ein Flyer und ein Vortrag zum Thema können auf dieser Homepage abgerufen werden ...

28.03.2019 LVR-Projekt zu historischer Wiese

Wiesen-Einssat

LVR-Projekt: Entwicklung einer artenreichen Glatthaferwiese am Auberg in Mülheim an der Ruhr

Artenreiche, bunte Wiesen mit einer typischen Zusammensetzung an Gräsern und Beikräutern sind nicht nur im Ruhrgebiet extrem selten geworden, sondern landesweit bedroht. Dabei ist gerade das Vorhandensein von solchem Grünland eine wesentliche Grundlage für die Biodiversität einer Region, sowohl im Bereich der Pflanzen, als auch für eine Vielzahl von Tieren, z. B. Insekten.

Der Auberg im Süden von Mülheim an der Ruhr ist ein ehemaliger militärischer Standortübungsplatz, der sich heute im Besitz des Regionalverbands Ruhr befindet und größtenteils als NSG ausgewiesen ist. Das Gebiet ist hauptsächlich durch Grünland geprägt, welches sehr gut durch die Biologische Station untersucht ist. Am Auberg befinden sich einige artenreiche, überregional außerordentlich wertvolle Feuchtwiesen, unter anderem eine Wiese auf der auch Orchideen wachsen. Das trockene Grünland hingegen ist trotz verschiedener Maßnahmen und Auflagen relativ artenarm. Obwohl die Standortbedingungen geeignet sind, ist offensichtlich keine entsprechende Samenbank mehr existent, aus der die Grünlandkräuter reaktiviert werden könnten. Hier greift das vorliegende Projekt.

In einem ersten Schritt wurden Literaturquellen ausgewertet, aus denen hervorgeht, welche Pflanzen ehemals in den Wiesen am Auberg und in der näheren Umgebung vorhanden waren. Es wurde eine Artenliste erstellt, die einen gut belegten historischen Zustand des lokalen Grünlandes wiedergibt. Basierend auf dieser Liste wurde im zweiten Schritt eine Saatgutmischung aus Regiosaatgut zusammengestellt.

Als Projektfläche wurde eine Wiese ausgewählt, die relativ artenarm ist, aber auch weitgehend frei von Störzeigern wie Stumpfblättriger Ampfer oder Jakobs-Greiskraut. Außerdem liegt die Maßnahmenfläche günstig einsehbar an einer Wegekreuzung, sodass Spaziergänger die weitere Entwicklung der Fläche beobachten können. Informationen zum Projekt bietet dort eine stabile Tafel.

Ende März war es soweit: Durch einen Landwirt wurden zwei Streifen von 6 m Breite und ca. 100 m Länge umgebrochen und maschinell eingesäht. In den nächsten Wochen wird die Saat keimen, mit ihr aber auch vorhandene Samen unerwünschter Kräuter. Bis sich der Bestand zu einer artenreichen Wiese entwickelt, in der mehrjährige Arten dominieren, kann es durchaus mehrere Jahre dauern. Da die Streifen im 90°-Winkel zur Mahdrichtung angelegt wurden, können sich die Pflanzen anschließend in die angrenzende Wiese ausbreiten. Diese wird zukünftig weiterhin naturschutzkonform durch zweimalige Mahd gepflegt, nicht gedüngt und die Bestandentwicklung durch ein wissenschaftliches Monitoring begleitet.

Aktuelles aus früheren Jahren

Letzte Änderung am Mittwoch, 1. Juli 2020 um 16:23:07 Uhr.

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