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Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus)

Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus)

Gomphus pulchellus

Westliche Keiljungfer

Die Westliche Keiljungfer ist eine ursprünglich aus dem Mittelmeer stammende Großlibelle. In den letzten Jahren hat sie sich jedoch immer weiter Richtung Norden ausgebreitet und wurde auch bereits bei uns vereinzelt gesichtet. Sie kann daher als typischer Neozoon beschrieben werden. Anzutreffen ist sie an größeren Seen, Teichen, Füssen als auch an Kanälen. Sie bevorzugt dabei vor allem sonnenexponierte Gewässer mit Sand- und Kieszonen. Als typische Flussjungfer wandert sie weit umher und ist häufig auch weit außerhalb eines Gewässers anzutreffen.

Bedingt durch ihre gelb-schwarze Färbung ist sie jedoch nur schwer aufzufinden. Diese Tarnfarbe ist sicher auch ein Grund für die geringe Nachweishäufigkeit. Kennzeichen dieser Art sind dabei vor allem die gelb-schwarz gestreiften Beine als auch der gelbe Streifen am Hinterlieb. Insgesamt kann man sie leicht mit anderen Keiljungfern verwechseln. Im Gegensatz zu den anderen Gomphus-Arten läuft ihr Hinterteil jedoch spitz aus und die dunklen Linien auf der Brust sind deutlich schmaler. Auch ihre Augen sind weniger intensiv gefärbt. Charaktereistisch für diese Art ist zudem der wellenförmige Flug. Als typischer Ansitzjäger kann man sie aber auch häufig an Stängeln sitzend beobachten. Hier findet man auch mehrfach die Paarungsräder wieder. Die anschließende Eiablage erfolgt dann durch das Weibchen alleine. Das sitzende Weibchen presst dabei die Eier aus und legt sie in großen Abständen voneinander auf der Wasseroberfläche ab. Bis zur vollständigen Entwicklung zum Imago können dann bis zu fünf Jahre verstreichen. Jahren. Charakteristisch für diese Art ist zudem, dass fehlende Balzverhalten der Männchen. (Elisa Michel)

Letzte Änderung am Donnerstag, 5. Dezember 2019 um 11:27:10 Uhr.

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