7 Nadelwald - Laubwald

Kiefern-Mischwald

Hier sehen Sie einen Kiefernbestand, der erst in den 70er Jahren vom Land NRW angekauft wurde. Er ist mit seinen Bäumen von 1909 einer der ältesten Kiefernbestände in der Umgebung. Der auf diesem Standort völlig falsche Kiefernbestand soll ohne Kahlschlag in einen Mischwald umgewandelt werden. Dazu werden die aufgelichteten Kiefern mit Buchen unterpflanzt. Die von Natur anfliegende Kiefernverjüngung wird als Mischbaumart übernommen. Reine Kiefernbestände soll es aber in Zukunft nicht mehr geben.

Am Niederrhein wurden die meisten Kiefernwälder in den ersten 10 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeforstet. Nach Ende des Krieges hatten die Alliierten das Recht, bis zu 50 km östlich des Rheins als Reparationshieb alles kahl zu schlagen. Da das auch großflächig getan wurde, standen unsere Vorgänger nicht nur vor zerstörten Städten, sondern mussten sich auch um großflächige Kahlflächen kümmern.

Durch den Einsatz unzähliger Arbeiter und auch ganzer Schulklassen gelang aber eine beispiellose Aufforstungsaktion. Mangels Pflanzmaterial musste allerdings auf die einzig vorhandenen Sämlinge der Kiefer zurückgegriffen werden, owbohl die schweren, nassen Böden für Nadelholz ungeeignet sind. Das ist neben dem früheren Bedarf an Grubenholz der Grund für die häufigen Kieferngebiete am Niederrhein.

Ziel
Wenn sich die Buchen im Laufe der Jahre langsam in die Kronen der Kiefern schieben, wird der Wechsel zum Laubwald unmerklich vollzogen sein.

1989 wies der Staatswald folgende Bestockung auf:
Eiche 17 %
Buche 22 %
sonstiges Laubholz 21 %
Kiefer 35 %
Fichte 5 %

Im Staatsforst Wesel, zu dem der Hiesfelder Wald gehört, betrug das Verhältnis Laub- zu Nadelholz im Jahr 2000 fast 60 : 40. Hier liegt der Laubholzanteil inzwischen deutlich über 70 %, was in einem naturnahen Wald dem optimalen Zustand sehr nahe kommt.

Letzte Änderung am Freitag, 19. Juli 2019 um 14:41:17 Uhr.

seit dem 11.12.2014

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