Rheinaue Walsum

Infotafeln Rheinaue Walsum

Für das FFH-Gebiet Rheinaue Walsum wurden in Zusammenarbeit mit der BUND-Arbeitsgruppe Duisburg neue Infotafeln von der BSWR erstellt und finanziert. Die Erneuerung wurde notwendig, da die auf dem Deich stehenden Tafeln stark vergilbt waren und eine Tafel am Eingang zum Gebiet infolge Vandalismus starke Beschädigungen aufwies.
Die neuen Tafeln wurden nach den Deichsanierungsarbeiten gegen Ende April 2004 installiert.

Einstauversuch in der Rheinaue Walsum

Die Rheinaue Walsum zeichnet sich durch eine Vielfalt an Vegetationstypen aus, die durch verschiedene Feuchteregime und Wasserstandsschwankungen bewirkt werden. Dazu zählen v.a. Weichholz-Auenwälder, teils auch Bruchwälder. Nachteilig ist, dass sich die Hochwässer des Rheines nicht mehr oder nur noch in sehr geringem Maße auf die Aue auswirken. Im Januar 2011 wurde der Wardtgraben daher gezielt eingestaut, um den Wasserstand im Deichhinterland zu erhöhen und ein Hochwasser zu simulieren. Durch die Lippe Gesellschaft für Wassertechnik mbH wurde die Wasserstandsentwicklung aufgezeichnet. Die entstehende Wasserfläche von 32,5 ha bei maximalem Einstau wurde durch die BSWR vor Ort kartiert. Innerhalb von fünf Tagen stieg der Wasserspiegel um 1,8 m über das zu dieser Zeit ablaufende Rheinhochwasser an. Vom Einstau waren drei landwirtschaftliche Flächen betroffen, ein Einfluss auf die Grundwasserstände in der angrenzenden Wohnsiedlung Stapp konnte nicht festgestellt werden. Wegen einer Böschungsrutschung am Abzugsgraben Vierlinden wurde der Versuch schließlich abgebrochen. Um den Wasserspiegel wieder abzusenken, war dann ein Zeitraum von mehr als drei Wochen erforderlich. Eine zielgerichtete Frühjahrssteuerung zur Überflutung der Flächen ist zur Förderung der FFH- Lebensraumtypen (Silberweiden- Auwald) und VSG- Arten (Rallen, Rohrsänger, Entenvögel) sinnvoll. Auch Fischarten, die auf Überflutungsflächen laichen (z. B. Hechte), werden profitieren. Sobald die Böschungen gesichert sind, soll das Gebiet alljährlich eingestaut werden.

Blänkenanlage in der Rheinaue Walsum

Die Walsumer Rheinaue ist ein bedeutender Auenlebensraum im Norden Duisburgs. Sie umfasst eine Fläche von 502,92 ha und steht als FFH-Gebiet unter Schutz. Die Rheinaue mit ihren ausgedehnten Wiesen im Deichvorland und einer reich strukturierten Landschaft im Deichbinnenland beherbergt unzählige bemerkenswerte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Wasserflächen mit ihren teilweise starken Schwankungen des Wasserstandes haben neben zahlreichen Vogelarten auch für Amphibien eine zentrale Bedeutung. Im Gebiet der Rheinaue konnten neun Amphibienarten nachgewiesen werden, darunter auch der Kammmolch (Triturus cristatus), die Kreuzkröte (Bufo calamita) und in großer Zahl der Kleine Wasserfrosch (Pelophylax lessonae). Die vorhandenen Gewässer weisen jedoch eine sehr unterschiedliche Dichte der Amphibien auf. Für einen großen Amphibienbestand ist Voraussetzung, dass die Gewässer keinen oder nur einen sehr geringen Fischbestand aufweisen. Die Untersuchungen zeigen, dass es im Gebiet an solchen Gewässern mangelt. Die langjährigen Bergsenkungen und die Gewässerumgestaltungen parallel des neuen Deiches haben v. a. ausdauernde, fischreiche Gewässer gefördert. Bei Deichbaumaßnahmen 2004-2005 sind zudem wertvolle Amphibiengewässer zerstört worden. Um Abhilfe zu schaffen, wurden in Zusammenarbeit mit der AG-Walsum im Winter 2009/2010 mehrere Blänken in Weideflächen angelegt. Sie wurden spontan von Kreuzkröten besiedelt und werden regelmäßig von Limikolen genutzt. Die Maßnahme zeigte also Erfolg. Im Sommer 2011 wurde eine weitere Blänke im Deichvorland angelegt.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16. August 2017 um 17:10:09 Uhr.

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