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Haubachsee

Pflegemaßnahmen am Haubachsee 2010

Haubachsee 2009

Der Haubachsee ist Bestandteil der Sechs-Seen-Platte im Duisburger Süden. Er ist der einzige der sechs Seen, der nicht der Öffentlichkeit zugänglich sondern dem Naturschutz vorbehalten ist. Trotz der Verbotsbeschilderung ließen sich einige Leute jedoch nicht davon abhalten, sich an den Ufern des Haubachsees aufzuhalten. Um dies zu verhindern und eine Beruhigung des Areals zu erreichen, wurden 2003 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Waldjugend Duisburg und Kleve sowie der BSWR unter Leitung des zuständigen Försters Axel Freude Gehölze auf und an den bereits entstandenen Trampelpfaden gepflanzt und so Zugangsstellen zum See verschlossen. Diese Maßnahme hat sich inzwischen als einigermaßen wirksam erwiesen.

Die am Haubachsee gemachten Untersuchungen verdeutlichten den besonderen Wert der offenen, sonnenbeschienenen, sandigen Ufer für Flora und Fauna. Eine Reihe schützenswerter Pflanzenarten wurde ermittelt, die fast alle vegetationsarme, karge Standorte benötigen und teils in den Sandmagerrasen vorkommen (z. B. der Englische Ginsters, Genister anglica), anderenfalls an den offenen Ufern der Blänken und Lachen randlich des Sees. In der Tierwelt sind vor allem Zaun- und Waldeidechsen, Sandlaufkäfer und Libellen bemerkenswerte Offenlandbewohner.

Diese Arten waren und sind noch immer durch das Zuwachsen des Geländes mit Gehölzen bedroht, sodass beständig Maßnahmen zur Freistellung erforderlich sind, die von uns regelmäßig im Winter durchgeführt werden.

2003 wurde in dem Gebiet des Haubachsees auch mit einer Dauerbeobachtung der Vegetation zur Sukzession der Uferbereiche begonnen. Die Dauerbeobachtung lässt erkennen, dass sich Pflegemaßnahmen zur Offenhaltung der Flächen positiv auf die Bestände auswirken. 2010 gelang der Neufund des Straußblütigen Gilbweiderichs, der auf der Roten Liste als landesweit „stark gefährdet“ aufgeführt ist.

21.05.2015 Ziegen am Haubachsee

Ostufer des Haubachsees nach der Freistellung

Der Haubachsee liegt im Süden der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Während die anderen fünf ehemaligen Baggerseen mit ihrem Umfeld für die Freizeit- und Erholungsnutzung ausgewiesen sind, ist der Haubachsee ausschließlich für den Naturschutz reserviert. Seit ihrer Gründung im Jahr 2003, beobachtet die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) die natürlichen Entwicklungen in und am Haubachsee. Schon zu Beginn der Beobachtung zeigte sich sehr früh die Naturschutzwürdigkeit des Gebietes. Besonders wertvoll für Flora und Fauna erwiesen sich die offenen, sonnenbeschienenen Uferzonen im Osten des Haubachsees. Diese Freiflächen waren 2003 noch in großem Umfang vorhanden. Allerdings entwickelte sich dort die Spontanvegetation sehr schnell und führte zwangsläufig zur Verbuschung. Im Jahr 2007 übernahm die BSWR die Landschaftspflege des Geländes mit Hilfe von Zivildienstleistenden und Bundesfreiwilligendienstlern, um den unerwünschten Entwicklungsprozess zu unterbinden und die Lebensbedingungen für die seltenen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu verbessern.

Ziegenweide

Die bislang durchgeführten Maßnahmen mit Freischneider und Motorsäge hatten in Anbetracht der begrenzten Arbeitskräfte nur mäßigen Erfolg und brachten die BSWR an ihre Leistungsgrenze. Aus diesem Grunde beauftragte die BSWR 2014 einen Fachbetrieb, der mit schwerem Arbeitsgerät einen Teil des südöstlichen Uferbereichs maschinell freigestellt hatte. Zusätzlich wurde innerhalb dieser Umsetzung bei zwei Teilflächen der Oberboden abgeschoben, um magere Standorte für eine Heideentwicklung zu schaffen. Die Biologische Station nutzte ihre Erfahrungen der letzten Jahre und entschied Anfang 2014 in Kooperation mit der Stadt Duisburg den südöstlichen Uferbereich mit einer Fläche von ca. 2,3 ha für eine Beweidung mit Ziegen einzäunen zu lassen. Nach nunmehr einem Jahr sind die überaus guten Pflegeergebnisse aus 2014 für die BSWR so überzeugend, dass die Ziegen auch 2015 diese wichtige Aufgabe erneut zur Erhaltung der schützenswerten Bereiche übernehmen sollen. In Ergänzung zum Maschineneinsatz vom letzten Jahr wurde im Januar 2015 noch einmal mit schwerem Gerät die Fläche für die Tiere vorbereitet.

Ziegen am Haubachsse

Nach Abschluss der technischen Arbeiten wurden die Tiere auf die eingezäunte Fläche entlassen. Mit der extensiven Beweidung erwartet die BSWR dauerhaft und kostengünstig eine Zurückdrängung der Gehölze und die Entwicklung einer mageren Weide- und Heidefläche mit einem deutlich größeren Artenspektrum bei Flora und Fauna.
Bei der Betreuung der Weidetiere hilft der BSWR ein Anwohner, der ehrenamtlich regelmäßig nach dem Rechten sehen wird. Aufgrund verschiedener Vorkommnisse in Vergangenheit war es nötig das eingezäunte Gelände mit GPS gesicherten Kameras Tag und Nacht flächendeckend zu beobachten, so dass auf Störungen aller Art rechtzeitig und angemessen reagiert werden kann.

04.06.2014 Pflege des Haubachsees

Der Haubachsee ist einer der Seen der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Während die anderen Baggerseen und ihr Umfeld der Freizeit- und Erholungsnutzung dienen, ist der Haubachsee für den Naturschutz reserviert. Bereits beim Bauabschluss des Baggersees wurde dies bei der Ausgestaltung der Ufer berücksichtigt. Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) beobachtet die Entwicklungen in und am See seit ihrer Gründung im Jahr 2003. Dabei zeigte sich die Naturschutzwürdigkeit des Gebietes. Als besonders wertvoll für Flora und Fauna erwiesen sich die offenen, sonnenbeschienenen Uferzonen im Osten des Haubachsees. Diese waren 2003 noch in großem Umfang vorhanden. Hier schreitet aber die Vegetationsentwicklung sehr schnell voran und die Verbuschung ist sehr weit fortgeschritten. Die BSWR bemüht sich daher bereits seit 2007 mit Hilfe von Zivildienstleistenden und Bundesfreiwilligendienstlern, diese Entwicklung zu stoppen, um die Lebensbedingungen für die seltenen und gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu erhalten:

Flora: Sumpf-Bärlapp, Königsfarn, Zwiebelbinse, Sparrige Binse, Pillen-Segge, Niederliegendes Johanniskraut, Englischer Ginster, Besenheide, Straußblütiger Gilbweiderich, Kleiner Vogelfuß und Kuckucks-Lichtnelke

Fauna:
Baumpieper, Zauneidechse, Waldeidechse, Blindschleiche, Kleiner Wasserfrosch, mehr als 20 Libellenarten (darunter Gemeine Winterlibelle, Pokalazurjungfer, Südliche Heidelibelle), verschiedene Dornschrecken, Blauflügelige Ödlandschrecken, Dünen- und Feld-Sandlaufkäfer

Die bislang von uns durchgeführten Maßnahmen mittels Freischneider und Motorsäge haben aber nur mäßigen Erfolg gehabt und sind mit dem begrenzten Personal der BSWR kaum mehr zu bewältigen.

Daher haben wir in diesem Jahr ein Teil der Fläche durch Landschaftsbaubetriebe freistellen und, um magere Flächen für eine Heideentwicklung zu erhalten, in zwei Teilbereichen den Oberboden abschieben lassen. Zudem haben wir den gesamten Uferbereich auf ca. 2,3 ha einzäunen lassen, um ihn mit Schafen und Ziegen zu beweiden. Am 04.06.14 wurden die ersten 13 Ziegen auf diesen Flächen entlassen.

Mit der extensiven Beweidung erwarten wir eine Zurückdrängung der Gehölze und die Entwicklung einer mageren Weide- und Heidefläche mit einer artenreichen Flora und Fauna.

Bei der Betreuung der Schafe und Ziegen hilft uns ein Anwohner, der ehrenamtlich regelmäßig nach dem Rechten sehen wird.

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Presse
WAZ / Der Westen am 17.03.2014 .....
WAZ / Der Westen am 05.06.2014 .....
Rheinische Post am 05.04.2014 .....

Video
unter der Der Westen vom 04.06.2014 .....

Fernsehen
Studio 47 - Stadtfernsehen Duisburg (auf Youtupe) am 10.06.2014 .....

17.02.2011

Haubachsee 2011

Naturschutzeinsatz am Haubachsee (Duisburg)
Wie in jedem Jahr rückte die BSWR dem Gehölzaufwuchs an den Kies- und Sandufern des Haubachsees weiter zu Leibe. So konnten einige der wertvollsten Pflanzenstandorte in Duisburg, z.B. von Juncus squarrosus oder Lycopodiella inundata, wieder freigestellt werden. Das Team der BSWR wurde bei der Pflegemaßnahme durch eine Behindertengruppe der Albert-Schweizer-Einrichtung in Dinslaken unterstützt.

07.12.2009

Haubachsee 2009

Biotoppflege am Haubachsee
Wie in den Jahren zuvor hat das Team der BSWR zusammen mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Naturschutz sowie dem Forstamt Duisburg einige wertvolle Uferbereiche des Haubachsees von Gehölzaufwuchs befreit. Unterstützt wurden die Arbeiten durch Mitglieder der Albert-Schweitzer-Einrichtung aus Dinslaken.

Biotoppflege am Haubachsee 2009

15.02.2008

Biotoppflege am Haubachsee

Naturschutzeinsatz am Haubachsee (Duisburg)
In Ergänzung zum Einsatz am 30. November 2007 rückten die BSWR und einige ehrenamtliche Helfer dem Gehölzaufwuchs an den Kies- und Sandufern des Haubachsees weiter zu Leibe. So konnten einige der wertvollsten Pflanzenstandorte in Duisburg, z.B. von Juncus squarrosus oder Lycopodiella inundata, wieder freigestellt werden.

Pflanzaktion am Haubachsee 2003

Zur Beruhigung der Uferbereiche des Haubachsees (Sechs-Seen-Platte, Duisburg) wurden Gehölze (z.B. Weißdornsträucher) entlang der bereits entstandenen Trampelpfade gepflanzt. Auch die Zugangsstellen von den Wegen aus wurden durch riegelartige Anpflanzungen geschlossen.
Die Pflanzungen wurden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Waldjugend Duisburg und Kleve unter Leitung des zuständigen Försters, Herrn Freude, durchgeführt. Finanziert wurden die Jungpflanzen von der BSWR.

Letzte Änderung am Mittwoch, 12. Juli 2017 um 08:42:54 Uhr.

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