Gewässerneuanlage am Hiesfelder Wald

Gewässerneuanlage am Hiesfelder Wald

Gewässerneuanlage 2005

2004 wurden zusammen mit dem NABU Oberhausen Planungen zu einer Gewässer-Neuanlage in direkter Nachbarschaft zum Hiesfelder Wald angestellt. 2005 wurde die Planung realisiert und ein Kleinweiher angelegt. Die auf der Wanderung vom Straßentod betroffenen Erdkröten auf der Franzosenstraße und der Hünenbergstraße sollten hier hin umgesiedelt werden. Um das Abwandern der Kröten zu verhindern, wurde das Gewässer während der Laichzeit mit einem Amphibienschutzzaun umzäunt. Bereits im Folgejahr erwies sich die Neuanlage als erfolgreich, Grasfrösche, Erdkröten und einige Molche nutzten das Gewässer zum Laichen, wobei alle Tiere mit Ausnahme der umgesetzten Erdkröten das Gewässer vollständig alleine besiedelt haben. Bereits wenige Tage nach der Neuanlage siedelten sich zudem erste Insekten an, später waren auch Wasservögel und jagende Rauchschwalben zu beobachten. In den folgenden Jahren zeigte sich ein Anstieg der anzutreffenden Arten, 2009 enthielt das Artenspektrum bereits vier Molch- und drei Froschlurcharten, darunter auch erstmal ein Kammmolch. Inzwischen sind diese Populationen, auch die des Kammmolches, etabliert. Ebenfalls sehr artenreich anzutreffen sind Libellen, von denen 2006 10 und 2011 bereits 17 Arten zu beobachten waren, obgleich sich das Gewässer aus floristisch- vegetationskundlicher Sicht auch nach mehreren Jahren noch im Pionierzustand befand. Bemerkenswert ist dabei u. a. das Vorkommen der Gemeinen Winterlibelle.

Das Gewässer hat sich als Erfolg erwiesen und ist heute sehr artenreich. Es bietet neben diversen Amphibien auch vielen weiteren Tieren einen Lebensraum. Das Ziel des NABU, das Problem an den nahe gelegenen Straßen zu beseitigen, wurde aber nicht erfüllt, da nur ein Teil der Population an den Straßen aufgesammelt wurde.

Neuanlage eines Gewässers am Hiesfelder Wald

Amphibienzaun

Der NABU Oberhausen ergreift seit vielen Jahren Maßnahmen zum Schutze vom Straßentod bedrohter Amphibien (insbesondere Erdkröten). Eine dieser Stellen liegt im Norden der Stadt in Sterkrade-Nord am Hirschkamp/Im Fort, wo entlang der Hünenbergstraße und an der Franzosenstraße alljährlich Amphibienschutzzäune errichtet und betreut werden. Um die Situation an den Straßen zu entschärfen, wollte der NABU die dort wandernden Tiere abfangen und in ein anderes Gewässer bringen.

Die Planung und Antragstellung des Ersatzgewässers führte die Biostation durch, die Realisierung wurde vom NABU organisiert. Vom 01.-03.09.2005 waren die Bagger vor Ort.

Im Herbst 2005 besitzt der Teich einen Wasserstand von rund 80 cm, wobei die Tendenz steigend ist. Rund um das Gelände baute der NABU mit der Hilfe unseres Zivildienstleistenden im Dezember letzten Jahres einen 1,50 m hohen Zaun, der den Teich und die Umgebung vor unerwünschten Zutritten schützen soll, um damit die natürliche Entwicklung zu gewährleisten.

Anfang Februar 2006 wurde auch ein Krötenzaun um das Gewässer errichtet, der die Kröten an der Abwanderung hindern soll. Der Sinn besteht darin, die wandernde Population an den Krötenzäunen entlang der nahe gelegenen Straßen (Hünenbergstr. und Franzosenstr.) abzufangen und in den neuen Teich zu versetzen.

So werden sie gezwungen, dort abzulaichen, was dazu führt, dass die kommende Generation Erdkröten wieder zu diesem Teich zurückkehren wird und somit nicht den gefährlichen Weg über die Straße nehmen muss. Denn Kröten legen dort ihre Eier ab, wo sie geschlüpft sind.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16. August 2017 um 17:10:21 Uhr.

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