Barmscheids Grund

Pflegemaßnahmen Barmscheidsgrund / Ringofenteich

Barmscheidsgrund liegt im Norden Oberhausens und ist umgeben von landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungsbereichen. Die alte, seit langem aufgegebene Tongrube ist gekennzeichnet durch Teiche sowie durch umgebende Gehölzbestände. 2005 wurde das Gebiet erstmals ausführlich floristisch, vegetationskundlich und faunistisch untersucht. Die zunehmende Beschattung durch die rasch wachsenden Weiden und die hohen Bäume ringsum lässt immer mehr der bemerkenswerten und gefährdeten Arten zurückgehen oder ganz verschwinden. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass bei früheren Kartierungen aus den Jahren 1981-1995 eine Reihe Arten gefunden wurden, die von uns nicht mehr bestätigt werden konnten, was unter anderem eine Folge der fortgeschrittenen Sukzession ist. Auffällig ist das starke Auftreten von Neophyten, insbesondere der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), deren Bestände sich jedoch hauptsächlich im durch Aufforstung ohnehin stark veränderten Teil des Gebietes konzentrieren. Die Herkulesstauden werden seitens des RVR regelmäßig geschnitten, womit ein Expandieren der Bestände bislang verhindert werden konnte. Vorrangiges Ziel unserer seit 2006 jährlich durchgeführten Pflegemaßnahmen ist das Freistellen des Geländes um die Gewässer. Die vorhandenen Weiden sind dabei nicht völlig gerodet sondern zu Kopfbäumen entwickelt worden. Seit 2007 lassen sich positive Auswirkungen auf die Wasserpflanzenarten sowie auf die Libellen- und auch Heuschreckenbestände beobachten. Die vorhandenen Amphibienarten (Bergmolch, Teichmolch, Erdkröte, Grasfrosch, Teichfrosch) profitieren ebenfalls von den Pflegemaßnahmen.

16.02.2007

Ehrenamtliche Kräfte des NABU Oberhausen und die Mitarbeiter der BSWR haben an zwei Tagen den dichten Gehölzaufwuchs um den sog. Ringofenteich am Barmscheids Grund stark zurückgeschnitten. Während das Gewässer früher sehr offen war und Lebensraum für eine Reihe von Amphibien-, Libellen- und Vogelarten bot, hat sich durch den Aufwuchs der Weiden, Erlen und Pappeln die Qualität des Geländes verschlechtert.
Da das Gewässer nun nicht mehr beschattet wird und sich auch der Laubeintrag verringern wird, ist davon auszugehen, daß sich viele der verschwundenen Arten hier wieder ansiedeln werden.

Letzte Änderung am Mittwoch, 27. September 2017 um 15:58:50 Uhr.

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