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Neuanlage eines Gewässers am Hiesfelder Wald

Der NABU Oberhausen ergreift seit vielen Jahren Maßnahmen zum Schutze vom Straßentod bedrohter Amphibien (insbesondere Erdkröten). Eine dieser Stellen liegt im Norden der Stadt in Sterkrade-Nord am Hirschkamp/Im Fort, wo entlang der Hünenbergstraße und an der Franzosenstraße alljährlich Amphibienschutzzäune errichtet und betreut werden. Um die Situation an den Straßen zu entschärfen, möchte der NABU die dort wandernden Tiere abfangen und in ein anderes Gewässer bringen.
Die Planung und Antragstellung des Ersatzgewässers führte die Biostation durch, die Realisierung wurde vom NABU organisiert. Vom 01.-03.09.2005 waren die Bagger vor Ort.
Mittlerweile besitzt der Teich einen Wasserstand von rund 80 cm, wobei die Tendenz steigend ist. Rund um das Gelände baute der NABU mit der Hilfe unseres Zivildienstleistenden im Dezember letzten Jahres einen 1,50 m hohen Zaun, der den Teich und die Umgebung vor unerwünschten Zutritten schützen soll, um damit die natürliche Entwicklung zu gewährleisten.
Anfang Februar wurde auch ein Krötenzaun um das Gewässer errichtet, der die Kröten an der Abwanderung hindern soll. Der Sinn besteht darin, die wandernde Population an den Krötenzäunen entlang der nahe gelegenen Straßen (Hünenbergstr. und Franzosenstr.) abzufangen und in den neuen Teich zu versetzen.
So werden sie gezwungen, dort abzulaichen, was dazu führt, dass die kommende Generation Erdkröten wieder zu diesem Teich zurückkehren wird und somit nicht den gefährlichen Weg über die Straße nehmen muss. Denn Kröten legen dort ihre Eier ab, wo sie geschlüpft sind.
So sollte in den folgenden Jahren kein Einsatz der ehrenamtlichen Naturschützer entlang der Straße mehr notwendig sein, da die Kröten vollständig im neuen Gewässer laichen und der Weg über die häufig befahrene Straße hinfällig ist.