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Industriegebäude als Brutplatz

Als Felsbrüter (Baumbruten kommen viel seltener vor) ist der Wanderfalke auf unzugängliche Stellen zum Nisten angewiesen. In NRW findet er solche natürlichen Standorte nur sehr vereinzelt.
Dennoch hat sich speziell im urban-industriellen Ruhrgebiet eine der größten Wanderfalkenpopulationen deutschlandweit - wenn nicht sogar weltweit - aufbauen können.
Grund hierfür ist, daß der Wanderfalke technische Bauwerke wie Kühltürme, Industrieschornsteine oder Gasometer mit Felsen "verwechselt" und sie als Bruthabitat annimmt.
Im Gegensatz zu Felsnischen, in denen die Weibchen die Eier auf rauem Untergrund legen (Wanderfalken bauen kein Nest wie viele andere Vögel), besteht bei technischen Bauten die Gefahr, daß die abgelegten Eier auf glatten Betonböden oder im Falle von Gitterrosten wegrollen bzw. abstürzen.
Daher bietet die AG Wanderfalkenschutz NRW Nisthilfen in Form von Kisten oder Körbchen an, die mit Split ausgestreut sind. In den Split drücken die Wanderfalken eine flache Mulde, in der die Eier dann ausgebrütet werden können.