Schwarzstieliger Streifenfarn

Schwarzstieliger Streifenfarn

Der Schwarzstielige Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum L.) zählt zu den floristischen Besonderheiten im westlichen Ruhrgebiet. Sein ursprüngliches Verbreitungsareal liegt in NRW in den Mittelgebirgen, wo er natürlicherweise Felsstandorte besiedelt.
Vorkommen am Kahlenberg-Hang in Mülheim an der Ruhr - geographisch betrachtet der nordwestliche Felsstandort in Mitteleuropa - sind bis in die 1940er Jahre belegt (s. Keil & Kordges 1998). Durch die Sanierungen des Hanges, die aus Gründen der Verkehrssicherheitspflicht durchgeführt wurden, scheint das Vorkommen erloschen zu sein. Um so erfreulicher sind aktuelle Vorkommen an einer Mauer an der Jugendherberge in Mülheim und Nahe der Mülheimer Innenstadt. Im Rahmen der Untersuchungen des Geo-Tages der Artenvielfalt im Landschaftspark Duisburg-Nord konnte im Jahr 2001 sogar der Erstnachweis des Farnes für das Niederrheinische Tiefland erbracht werden (Keil et al. 2002). Ein Aktueller Nachweis liegt nun auch aus Duisburg-Neudorf (R. Fuchs 6/2004) vor. Kürzlich gelang ein weiterer Nachweis in der Nähe des Landschaftsparks Duisburg-Nord (6/2005). Seit etwa 2005 mehren sich nun weitere Vorkommen im Ruhrgebiete und dem angrenzenden Rheinland (s. Keil et al. 2009). In der aktuellen Liste der gefährdeten Pflanzen in NRW wird die Farnart für den Ballungsraum Ruhrgebiet als „durch extreme Seltenheit gefährdet (R)“ geführt.

Literatur:
Keil, P., Fuchs, R., Hesse, J. &. Sarazin, A. (2009): Arealerweiterung von Asplenium adiantum-nigrum L. (Schwarzstieliger Streifenfarn, Aspleniaceae/Pteridophyta) am nordwestdeutschen Mittelgebirgsrand – bedingt durch klimatische Veränderungen? – Tuexenia 29: 199-213. pdf-Datei (abstract)
Keil, P., Sarazin, A., Loos, G. H. & Fuchs, R. (2002): Eine bemerkenswerte industriebegleitende Pteridophyten-Flora in Duisburg – im Randbereich des Naturraumes „Niederrheinisches Tiefland“ – Decheniana 155: 5-12.
Keil, P. & Kordges, T. (1998): Wiederfund des Schwarzen Streifenfarnes (Asplenium adiantum-nigrum L.) in der Westfälischen Bucht. - Natur u. Heimat (Münster) 58(3): 65-68.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. August 2017 um 18:04:20 Uhr.

Zugriffe seit dem 13.11.2013

Zugriffe heute: 3 - gesamt: 1421.