Sie sind hier: Startseite » Fauna » Säugetiere

Säugetiere

07.03.2018 Wolf bestätigt

Nachdem wir bereits vor einigen Tagen das Video gesehen haben und das Tier, dass man kurz sehen kann, als Wolf angesprochen haben, wurde es seitens des Umweltamtes der Stadt Duisburg an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) geschickt. Von dort kam die Bestätigung:

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass am 24. Februar 2018 einen Wolf im Hünxer Wald (Kreis Wesel) gesichtet und fotografiert und am 26. Februar 2018 ein Wolf in der Walsumer Rheinaue (kreisfreie Stadt Duisburg), von einer Wildkamera abgelichtet wurde. Die Einschätzung, dass die Bilder jeweils einen Wolf zeigen, wurde von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt. Beide Beobachtungsorte wurden von den zuständigen Wolfsberatern bestätigt.
Angaben zur Herkunft des Tieres, zum Alter oder Geschlecht können anhand der Sichtung und der Bilder nicht gemacht werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um dasselbe Tier.
Ob ein Wolf nur auf der Durchreise ist oder sich längere Zeit in einer Region aufhalten wird, kann nicht vorhergesagt werden. Wölfe sind ausdauernde Läufer und können pro Nacht bis zu 40 km zurücklegen.

Das Video ist inzwischen auch auf Facebook zu sehen ...

Beim Landesumweltamt (LANUV) können Hinweise auf Wölfe unter der Telefonnummer 02361-305-0 gemeldet werden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende in der Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV: 0201-714488.
Weitere Angaben zum Wolfsmanagement in Nordrhein-Westfalen (Verbreitungskarte, Luchs- und Wolfsberater in NRW, Förderrichtlinien Wolf NRW) gibt es im Internetangebot des LANUV:
Der Wolf in NRW
Informationen zum bundesweiten Monitoringstandard, der auch in NRW angewendet wird, gibt es bei der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW):
DBBW/Wolfsmonitoring
Mehr zum Senckenberg Forschungsinstitut, das im Auftrag von Bundes- und Landesbehörden als "Nationales Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf“ genetische Proben aus ganz Deutschland untersucht.
Senckenberg Forschungsinstitut

Verzeichnis der Säugetiere von Nordrhein-Westfalen

Stat = Status in NRW
? = nicht bekannt (einzuordnen)
I = Irrgast
N = Neozon (etabliert)
n = Neozon (nicht etabliert)
H = nur in historischer Zeit (Mittelalter oder Altertum)
F = nur fossil bekannt

Vorkommen
Ver = Vorkommen oder Nachweise im Vereinsgebiet der BSWR (Bottrop, Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen)
BRG = Vorkommen oder Nachweise in der Kernzone des Ruhrgebietes
ben = Vorkommen oder Nachweise aus dem Ruhrgebiet benachbarten Bereichen bekannt

Rote Liste-Status (2011)
RL
= Rote Liste NRW
TL = Rote Liste Tiefland
BL = Rote Liste Bergland
0 Ausgestorben oder verschollen
1 Vom Aussterben bedroht
2 Stark gefährdet
3 Gefährdet
G Gefährdung unbekannten Ausmaßes (1, 2 oder 3)
R durch extreme Seltenheit potenziell gefährdet
keine Kategorie der Roten Liste:
V Vorwarnliste
D Daten unzureichend
* Ungefährdet
nb nicht bewertet (unbeständiger Neobiot oder Indoor-Neobiot)
Zusatz:
– nicht nachgewiesen
Wenn die Art in den Spalten der Roten Liste nicht eingestuft ist, fehlt sie in derselben.

Schutz
§ = besonders geschützt nach BNatSchG § 7 Abs. 2 Nr. 13
§§ = streng geschützt nach BNatSchG § 7 Abs. 2 Nr. 14

Quellen:
AG Säugetierkunde NRW (2014ff): Online-Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens. – Online im Internet: http://www:saeugeratlas-nrw.lwl.org (Stand 29.06.2016).
Meinig, H.; Vierhaus, H.; Trappmann, C.; Hutterer, R. (2011): Rote Liste und Artenverzeichnis der Säugetiere – Mammalia – in Nordrhein-Westfalen. In: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen. 4. Fassung. – LANUV-Fachbericht 36, Band 2: 49-78

Letzte Änderung am Donnerstag, 11. April 2019 um 15:54:52 Uhr.

Zugriffe heute: 4 - gesamt: 5523.