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Heuschrecken

Blauflügelige Ödlandschrecke

Am Rande des Waldteichgeländes (Oberhausen), einem ehemaligen Kohlelagerstandort (TK25 Nr. 4406/4), wurde im August 2003 die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) nachgewiesen. Beobachtet wurden ca. 10 Exemplare. Das Vorkommen konnte auf der Exkursion der BSWR und der STAUN am 05.09.2004 bestätigt werden. Diesmal war eine Kamera zur Hand und der Nachweis konnte auch dokumentiert werden.
Ein weiterer Nachweis gelang im Juli 2004 in Duisburg-Untermeiderich auf dem aufgelassenen Gelände einer ehemaligen Sinteranlage (TK25 Nr. 4506/2). Dort waren auf dem gesamten Gelände einzelne Tiere zu beobachten.
Von der Art waren bis vor kurzem nur wenige Funde aus Nordrhein-Westfalen bekannt. Seit den 90er Jahren kamen einige Funde in der Niederrheinischen Bucht hinzu, aber seit wenigen Jahren auch im westlichen Ruhrgebiet (Duisburg 1998/99, Essen 1999) hinzu. Halden und Industriebrachen sind bei uns typische Lebensräume. Es wird immer deutlicher, dass sich die Art nach Norden ausbreitet. Der Status in der aktuellen Roten Liste (1999) wurde daher auch von "vom Aussterben bedroht" nach "stark gefährdet" geändert.

Blauflügelige Ödlandschrecke

Blauflügelige Sandschrecke

(Sphingonothus caerulans)

Der Erstnachweis der Blauflügeligen Sandschrekce (Sphingonothus caerulans) für das Stadtgebiet Oberhausen stammt bereits aus dem Jahre 2003 von einer Brache etwas südlich des CentrO (Mitteilung von S. Sczepanski).
Dank der Aufmerksamkeit von Herrn Klawon (NABU Oberhausen) konnte ein weiterer Fundpunkt einer "Blaugeflügelten" aufgefunden werden, die sich als Blaugeflügelte Sandschrecke erwies. Der Fundpunkt ist die Brache Frintrop in Essen, direkt an der Stadtgrenze zu Oberhausen (TK25 Nr. 4507/2). Belegfotos liegen vor (hier).
Die Art war lange in NRW verschollen (letzter Nachweis im Münsterland in den 40er Jahren) und wurde erst 1994 für NRW neu bestätigt. In der Zwischenzeit mehren sich die Nachweise im Kölner Raum und im Ruhrgebiet.
Ein weiterer Nachweis, diesmal in Oberhausen, gelang B. Jacobi auf der Brache des OVision-Geländes am 01.08.2005. Männchen waren in Anzahl auf den spärlich bewachsenen Schotterflächen zu finden. Er fand auch eine Nymphe (letztes Stadium) eines Weibchens und ein schon voll entwickeltes Weibchen von beträchlicher Größe (fast 30 mm; Belegfoto liegt vor).
Alle Nachweise in Oberhausen liegen bislang eng benachbart.

Blauflügelige Sandschrecke

Blauflügelige Sandschrecke

Fundmeldungen von Heuschrecken...

Verzeichnis der Heuschrecken von NRW

Interaktive tabellarische Übersicht über die derzeit in NRW bekannten und im System berücksichtigten Arten inklusive alternativer deutscher und wissenschaftlicher Namen. Zudem ist der Rote-Liste Status (RL) für NRW, das Niederrheinische Tiefland (NRTL), die Niederheinische Bucht (NRBU), die Westfälische Bucht und das Westfälische Tiefland (WB/WT), Eifel und Siebengebirge (EI/SG) sowie Süderbergland (SÜBL) angegeben.

Nicht berücksichtigte Arten können Sie unter "Sonstige" erfassen und den Namen im Bemerkungsfeld notieren.

Legende zur Roten Liste (RL)
Rote Liste-Status
0 Ausgestorben oder verschollen
1 Vom Aussterben bedroht
2 Stark gefährdet
3 Gefährdet
G Gefährdung unbekannten Ausmaßes (1, 2 oder 3)
R durch extreme Seltenheit potenziell gefährdet
keine Kategorie der Roten Liste:
V Vorwarnliste
D Daten unzureichend
* Ungefährdet
nb nicht bewertet (unbeständiger Neobiot oder Indoor-Neobiot)
Zusatz:
S durch Schutzmaßnahmen gleich, geringer oder nicht mehr gefährdet
– nicht nachgewiesen

Liste der Heuschrecken im Ruhrgebiet
BRG Ballungsraum Ruhrgebiet
x Vorkommen nachgewiesen
(x) randliches Vorkommen

Quellen:
Volpers, M., Conze, K.-J.; Kronshage, A.; Schleef, J. (1995): Heuschrecken in Nordrhein-Westfalen. – Osnabrück (Hrsg. Arbeitskreis Heuschrecken NRW), Broschüre 64 S. (2. Auflage).
Volpers, M.; Lydia Vaut, L. unter Mitarbeit des Arbeitskreises Heuschrecken NRW (2011): Rote Liste und Artenverzeichnis der Libellen – Odonata – in Nordrhein-Westfalen. In: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen. 4. Fassung. Januar 2010. – LANUV-Fachbericht 36, Band 2: 487-510.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. August 2017 um 18:05:34 Uhr.

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