Amphibienschutz an Straßen

Amphibienschutz

Erdkröte

Jahresberichte der BSWR
Jahresberichte der BSWR

Vonderorter Straße an der Stadtgrenze Oberhausen/Bottrop

Jahresb. 2015 Kap. 11.8 S. 111-112 pdf ...
Jahresb. 2014 Kap. 11.5 S. 107 pdf ...
Jahresb. 2013 Kap. 11.4 S. 100 pdf ...
Jahresberichte der BSWR

Amphibienzaun

Amphibienzaun

Amphibienschutzzäune tragen an verschiedenen Stellen im Vereinsgebiet dazu bei, dass Frösche und Kröten verhältnismässig sicher ihre Laichwanderung antreten können.

Wenn im Frühjahr die Temperaturen auf 4-5° C steigen, erwachen die Erdkröten und Frösche aus ihrer Winterstarre. Dann begeben sie sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen, wobei sie vielen Gefahren ausgesetzt sind. Viele Tiere werden beim Überqueren von Straßen von Autos überfahren. Um dies zu verhindern, werden geeignete Krötenzäune am Straßenrand aufgestellt.

Entlang des Zaunes werden Eimer eingegraben, die die Tiere auffangen sollen. Jeden Tag werden die Eimer durch Helfer überprüft, geleert und die Tiere anschließend über die Straße auf die andere Seite zu ihrem Laichgewässer gebracht.

Dabei wird festgehalten, wie viele Tiere wandern, von welcher Art und welchem Geschlecht sie sind. So bekommt man einen Überblick, wie groß die Bestände der vorhandenen Tiere noch sind.
Die BSWR unterstützt den ehrenamtlichen Naturschutz beim Errichten und der Kontrolle der Amphibienzäune im Vereinsgebiet.

Amphibienschutz Bissingheimer Straße

Erdkröte

Zwischen 2005 und 2007 unterstützte die BSWR die ehrenamtlichen Helfer des BUND Duisburg bei der Betreuung des Krötenzaunes an der Bissingheimer Straße in Duisburg. Der Zaun bestand jeweils etwa von Februar bis April und wurde allmorgendlich kontrolliert. Die Daten wurden dem Umweltamt der Stadt Duisburg übermittelt. Die abnehmende Anzahl wandernder Amphibien an dem mehrere hundert Meter langen Zaun rechtfertigte den zeitlichen Aufwand schließlich nicht mehr, sodass die BSWR letztlich aus dem Projekt ausstieg. Auch die Stadt hat den Zaunbau inzwischen eingestellt.

Amphibienschutz Horbeckstraße

Erdkröten-Paar

Die Horbeckstraße liegt im Nordosten Mülheims an der Ruhr und durchteilt das NSG Forstbachtal. Seit Jahren bestanden dort in Höhe des Tierheimes Probleme mit wandernden Amphibien, betroffen waren Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Teichmolche. Laichplätze stellen zwei vom Forstbach gespeiste Teiche östlich des Tierheimes sowie zwei kleinere von einer Quelle gespeiste Teiche auf privatem Grund dar. Einige Anwohner kümmerten sich bereits in Eigeninitiative um die wandernden Amphibien. In der Hauptwanderzeit sammelten sie sie von der Straße auf und brachten sie in die nahe gelegenen Teiche. 2007 wandten sie sich schließlich mit der Bitte um Hilfe an die Biologische Station.

Die BSWR erarbeitete nach einer gemeinsamen Besichtigung mit der Unteren Landschaftsbehörde Vorschläge zur kurzfristigen Lösung des Problems. Die Behörde stellte einen Amphibienzaun zur Verfügung, der erstmals im Frühjahr 2008 durch die BSWR errichtet und von den Anwohnern kontrolliert wurde. Die über fünf Jahre dauernde Aktion zeigte, dass die hier lebenden Amphibienpopulationen zu den größten in Mülheim an der Ruhr gehören. Erstaunlich ist dabei insbesondere die große Zahl an Molchen. Der große ehrenamtliche Zeitaufwand von einzelnen Personen wäre so nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen, es wurde daher im vergangenen Jahr nach einer Dauerlösung gesucht. Die Stadt prüfte die Möglichkeit einer zeitweiligen Straßensperrung mittels Abschrankung. Diese wurde erstmals 2013 realisiert.

Jahresberichte der BSWR
Jahresberichte der BSWR
Jahresb. 2008 S. 42-43
Jahresb. 2009 Kap. 6.3 S. 29
Jahresb. 2011 Kap. 5.7 S. 35-36

Letzte Änderung am Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 11:05:05 Uhr.

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