12 Wegegebot = Artenschutz

Waldweg

Empfindliche Arten abseits der Wege
Der Hiesfelder Wald ist von einem dichten Netz von Wegen durchzogen, das eine Vielzahl von Spaziergängern nutzt. Viele Tiere sind sehr scheu, weil sie die Menschen, ihre Hunde und Fahrräder fürchten. Sie empfinden jeden Menschen, der ihnen zu nahe kommt, als Bedrohung. Diese Tiere ziehen sich in die Bereiche des Waldes zurück, die möglichst weit von den Wegen entfernt sind.

Fahrspuren

Wenn viele Spaziergänger durch die ungestörten Gebiete hindurch laufen, finden die empfindlichsten Tiere keine ruhigen Lebensräume mehr, um ihre Jungen großzuziehen. Zudem können seltene Pflanzen und Bodenstrukturen zertreten werden. Darum dürfen im Hiesfelder Wald nur die vorhandenen Wege genutzt werden. Es ist nicht erlaubt, quer durch den Wald oder auf den Trampelpfaden zu laufen. Insbesondere viele Mountainbiker und Hundebesitzer zeigen z. T. keinerlei Einsicht und halten sich leider nicht an die naturschutzrechtlichen Bestimmungen: Sie zerstören Absperrungen und zertrampeln Waldböden und die Ufer des einzigartigen Rotbaches.

Als größtes heimisches Tier benötigt der Rothirsch auch die größten ungestörten Wälder. Seit 1990 können im Hiesfelder Wald aber wieder Familien beobachtet werden, die ihre Kälber erfolgreich groß ziehen. Die scheuen Hirsche bekommt man nur selten zu sehen, weil sie uns hören und flüchten, bevor wir sie sehen.

Auf den Feldern in der Nähe des Waldes kann man gelegentlich Rehe beim Fressen beobachten. Wenn sie jedoch Kitze haben, verstecken sie sich im Wald und fliehen teilweise schon, ehe sich Menschen auf 100 Meter annähern. Darum können sie nur in einem Wald leben, wenn genügend große Bereiche von den Besuchern ungestört bleiben.

Die seltene Waldschnepfe brütet auf dem Waldboden. Ihr Nest legt sie so gut versteckt im Laub an, dass es kaum zu finden ist. Laufen Spaziergänger durch den Wald, wird sie beim Brüten gestört und aufgescheucht. Passiert das zu oft, kühlen die Eier aus und sterben ab. Zudem werden die kaum sichtbaren Eier leicht zertreten.

Empfindliche Pflanzen wie der seltene Buchenfarn können nur da leben, wo sie sich ungestört entwickeln können. Werden sie dagegen öfter zertreten, sterben die Pflanzen schnell ab.

Wenn viele Spaziergänger durch ....

Insbesondere viele Mountainbiker und Hundebesitzer zeigen z. T. keinerlei Einsicht und halten sich leider nicht an die naturschutzrechtlichen Bestimmungen: Sie zerstören Absperrungen und zertrampeln Waldböden und die Ufer des einzigartigen Rotbaches (Fotos: BSWR).

Die seltene Waldschnepfe brütet ....

Die Waldschnepfe ist eine sehr störungsempfindliche Art (Foto: N. Kilimann)

Letzte Änderung am Freitag, 6. September 2019 um 13:34:41 Uhr.

seit dem 11.12.2014

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