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Aktuelles

18.11.2016 Buchpräsentation "Rost Rot"

Landschaftspark Duisburg-Nord

Peter Latz der "Erfinder" des Landschaftsparks gibt einen Rückblick auf 25 Jahre Parkgeschichte und -erleben. Anfang der 1990er Jahre gewinnt Prof. Latz den ausgelobten Architektenwettbewerb und schafft mit der Umsetzung seiner Vision einen international hoch angesehen Park, der die einzigartige Industriekulisse des ehemaligen Hochofenwerks Meiderich mit der dort vorherrschenden Natur verbindet. Seit über zehn Jahren kümmert sich die Biologische Station um die nun als "Industrienatur" bezeichnete Artenvielfalt im Park, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen zur Umweltbildung insbesondere mit Schulklassen. Hierüber berichtet Peter Keil in einem Essay:

Deutsche Ausgabe
Keil, Peter (2016): Artenvielfalt der Industrienatur. - In: Latz, P.: Rost Rot, Der Landschaftspark Duisburg-Nord. - Mit Beiträgen von Bodmann, E., Danielzik, K.-H., Dettmar, J., Keil, P., Latz, T., Ganser, K., Lipkowsky, G., Riehl, W., Treib, M., Walter, K., & Winkels, R. Mit Vorworten von Ganser, K. & Treib, M. Hirmer. 288 S. ISBN: 978-3-7774-2426-2

Englische Ausgabe
Keil, Peter (2016): Species diversity and industrial nature. - In: Latz, P.: Rust Red, The Landscape Park Duisburg Nord. - Essays by Bodmann, E., Danielzik, K.-H., Dettmar, J. , Keil, P., Latz, T., Ganser, K., Lipkowsky, G., Riehl, W., Treib, M., Walter, K., & Winkels, R. Introduction by Ganser, K. & Treib, M. Hirmer. 288 p. ISBN: 978-3-7774-2427-9

Prof. Latz in "seinem Park", 18.11.2016

2. Projektwoche "Natur trifft Kunst"

an der LVR Christoph-Schlingensief Förderschule - Das ForscherCamp wächst

Nachdem im August bereits die 4. Klasse der Christoph-Schlingensief Förderschule in Oberhausen am LVR-Projekt "Natur trifft Kunst" teilgenommen hatte und im Rahmen eines ForscherCamps einen "Sinnesgarten" an der Schule aufbaute, wurde dieses Camp nun erweitert. Die 5. Klasse erforschte ebenfalls in einer Projektwoche Tiere und Pflanzen auf dem Schulhof und dem Schulumfeld. Gemeinsam mit Detlef Kelbassa und Corinna Kuhn von Kelbassa´s Panoptikum setzten sie ihre Erlebnisse künstlerisch um und gestalteten bunte Sitzhocker, einen Fahnenmast und erweiterten den von den Vorgängern angefangenen Zaun und das "Riechregal". Mit großer Begeisterung waren die Schülerinnen und Schüler dabei. Besondere Highlights der Woche waren (unter anderem) die Regenwürmer auf der Hand, der Ausflug zur benachbarten Zeche Sterkrade, sowie das Bohren von Löchern in das bemalte Holz zur Anbringung der Objekte.

Auch die Klasse EP3 beteiligte sich am weiteren Ausbau des Forscher Camps. An einem einzelnen Projekttag gestalteten die Kinder einen bunten Tausendfüßler aus Holz, der direkt im Camp angebracht wurde.

© BSWR

24.09.2016 Sukzessionsforschung

Sukzession auf Alma 2000-2015

aus der Arbeit der BSWR

Sukzessionsforschung auf Altindustriestandorten im Industriewaldprojekt
Über zwölf Jahre wurde im Rahmen des „Industriewaldprojekts Ruhrgebiet“ die ökologische Entwicklung von sechs ausgewählten Daueruntersuchungsflächen auf Standorten der ehemaligen Bergbau- und Montanindustrie im Ruhrgebiet verfolgt und die Veränderungen in der Bodenökologie, der Wald- und Vegetationsstruktur sowie in Biozönosen ausgewählter Tierartengruppen erfasst.
Von einer Goldrutenflur zu einem zusammengebrochenen Birkenwald - Sukzessionsverlauf auf der Monitoringfläche Alma II innerhalb von 15 Jahren.
Die ökologische Begleitforschung im Projekt „Industriewald Ruhrgebiet“ begann 1995 noch unter dem Namen „Restflächen der Industrienatur“. Erste Untersuchungen erfolgten im Jahr 1997 und wurden bis 2009 weitergeführt, wobei bei der Ausrichtung des Projekts keine zeitliche Beschränkung vorgesehen war. Übergeordnetes Projektziel ist es, auf ausgewählten Industriebrachen den „Charakter und [die] Vielfalt der z.T. seit langem nicht mehr genutzten Flächen zu erhalten und behutsam zu entwickeln“. Durch Zulassen von natürlicher Sukzession und minimalem Einsatz an Planung und Pflege sollte ein neuer Grünflächentypus auf Industriebrachen entstehen.
Bisher wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen (Boden, Waldstruktur, Vegetation und Fauna) nur isoliert voneinander betrachtet. Da bisher keine verknüpfende Analyse der Ergebnisse vorlag, betraute das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) sowie dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW (Regionalforstamt Ruhrgebiet) die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet damit, diese Analyse zu erstellen. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt zusammenfassend in Natur in NRW Heft 3/2016 veröffentlicht.

Keil, Peter & Scholz, Tobias (2016): Sukzessionsforschung auf Altindustriestandorten im Industriewaldprojekt. - Natur in NRW 3/2016: 26-30. pdf .....

Sukzession auf Alma 2000, 2003, 2008 und 2016

30.08.2016 Projektwoche "Natur trifft Kunst"

an der LVR Christoph-Schlingensief Förderschule

An einem einwöchigen Forscher-Camp nahm die 4. Klasse der Christoph-Schlingensief Förderschule in Oberhausen im vom LVR geförderten Projekt Natur trifft Kunst teil, das die BSWR gemeinsam mir den Künstlern von Kelbassa´s Panoptikum anbietet. In ihrer Projektwoche erforschten die Kinder Tiere und Pflanzen auf ihrem Schulhof und auch auf der benachbarten Zeche Sterkrade. Besonders wichtig dabei: ein ganzheitliches Erlebnis mit möglichst vielen Sinnen, wie z.B. duftenden Pflanzen, Naturfundstücken in der Tastkiste oder dem Sound einer summenden Biene. Damit sich auf dem schon sehr grünen Schulhof aber bald noch mehr Tiere und Pflanzen Wohlfühlen können, legten die Schülerinnen und Schüler einen "Sinnesgarten" rund um das bereits bestehende Insektenhotel auf ihrem Schulgelände an, in dem sich in nächster Zeit eine Wildblumenwiese entwickeln soll. Zur Abtrennung des Gartens auf dem Gelände bauten die Kinder einen bunt bemalten Zaun mit Eingangstor, geschmückt mit Fundstücken aus der Natur.

In Projektwochen mit weiteren Klassen soll der Garten weiter wachsen und bunter werden.

© BSWR

15.08.2016 Zwei neue Veröffentlichungen

Frischgrünes Zyperngras Cyperus eragrostis

aus der Arbeit der BSWR

Mit zwei Aufsätzen in der aktuellen Ausgabe der Decheniana (Bonn) werden Ergebnisse zur Neophytenforschung und zur Bestandssituation des Feuchtgrünlandes im westlichen Ruhrgebiet veröffentlicht.
Das Frischgrüne Zyperngras (Cyperus eragrostis) zählt noch zu den eher selten Einwanderern, hat aber ein beachtliches Einbürgerungspotential und sollte folgendessen weiterhin beobachtet werden.
Dass die Bestandsituation von Feuchtgrünland im Ruhrgebiet durch Flächenverlust, Entwässerung oder Überdüngung nicht gerade rosig aussieht ist kein Geheimnis. Aktuelle Untersuchungen zeigen aber noch ein erstaunlich vollständiges Arteninventar, welches eine Renaturierung erfolgversprechend macht.

- Gausmann, P.; Kordges, Th.; Loos, G.H.; Büscher, D.; Fuchs, R.; Buch C. & Keil, P. (2016): Vorkommen von Cyperus eragrostis Lam. (Frischgrünes Zypergras, Cyperaceae) im Ruhrgebiet, einer bislang in Deutschland seltenen Adventivart. – Decheniana 169: 35-50.
- Buch, C. & Keil, P. (2016): Bestandssituation von Feuchtwiesen im westlichen Ruhrgebiet. – Decheniana 169: 60-70.

Eine Kopie der Aufsätze ist über die Geschäftsstelle erhältlich.

12.07.2016 Nistkästen für die AllbauZukunfsmaler

Presseinformation: Acht Nistkästen für die ersten AllbauZukunftsmaler

Die Hüttmannschule aus Altendorf war die erste Essener Grundschule, in der die Allbau AG im Rahmen ihrer Aktion AllbauZukunftsmaler gemeinsam mit Kindern der Klasse 3a Bilder zur Stadtentwicklung malte. „Zum Auftakt ging es konkret um den Schulweg der Kleinen. Wie stelle ich mir den schönsten Schulweg vor? Soll dieser sicherer werden? Was fehlt?“, erklärt AllbauSozialmanagerin Annette Giesen. Extra dafür verteilte die Allbau AG in der Klasse eigene Zukunftsmaler-Malblöcke und –Wachsmalstifte und organisierte zusätzlich, dass 10 Tage lang die vier kreativsten Bilder bzw. Ideen auf einer Großflächenplakat in der Nähe der Hüttmannschule zu sehen waren.

Aber nicht nur das: der Wunsch der Drittklässler nach mehr Vogelgezwitscher auf ihrem Schulweg war groß. So setzte sich die Allbau AG mit den Experten der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) in Verbindung. Ihr Ornithologe Tobias Rautenberg regte an, Nistkästen entlang der Schulwege der „Hüttmänner“ aufzuhängen, dadurch fördert man die Vermehrung und damit auch den Gesang von Singvögeln in Altendorf. Tobias Rautenberg besuchte nun die Schüler und informierte sie eine Schulstunde lang über heimische Singvögel, deren Lebensweise und den Nestbau. Anhand eines Plakates mit allen heimischen Singvögeln stellte er fest, welche Vögel die Nachwuchsornithologen bereits kennen oder zumindest schon mal gesehen haben.

Danach ging Tobias Rautenberg mit den Schülern, ihrer Lehrerin Carina Frieg und der Annette Giesen Schulwege bzw. Außenflächen der Allbau AG ab, an denen acht Nistkästen installiert worden waren. Die Nistkästen sind geeignet für Höhlenbrüter, wie beispielsweise Meisen, und für Halbhöhlenbrüter, wie beispielsweise Bachstelze, Hausrotschwanz oder Rotkehlchen, da diese in Altendorf besonders häufig vorkommen. Gerade beim Rundgang hatten die Schüler allerhand Fragen und so erhielten sie Informationen und Ratschläge wie diese: Wenn ein Vogel brütet, muss er in Ruhe gelassen werden. Für das Anbringen von Nistkästen dürfen nur Aluminiumnägel verwendet werden, damit bei einer späteren Holzverarbeitung die Sägeblätter nicht kaputt gehen. Und jeder Nagel darf nur zwei Zentimeter in den Baum gehauen werden, damit dieser noch wachsen kann. „Andernfalls würde der Baum beschädigt“, erklärte Tobias Rautenberg. Damit die Eltern bei ihrer Aufzucht des Nachwuchses vor neugierigen Blicken und forschenden Fingern verborgen bleiben, wurden alle Nistkästen durch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) in einer Höhe von drei bis vier Metern aufgehängt - idealerweise in Richtung Südost. So ist das Einflugloch vor starker Sonneneinstrahlung und frontalen Windböen geschützt. Um zu verhindern, dass es hereinregnet, wird der Nistkasten ein wenig nach vorne geneigt.

Die AllbauZukunftsmaler der Klasse 3a der Hüttmannschule waren am Ende des Rundganges und der tollen Informationen durch die BSWR begeistert und der eine oder andere kündigte an, bereits in den Sommerferien intensiv die mit Hausnummern, Allbau Logo und dem Logo der Hütmmannschule versehenen Nistkästen und deren Treiben zu beobachten. Die Allbau AG und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet hatten einen handfesten Beitrag zum Thema Stadtteilentwicklung geleistet.

Pressekontakt
Dieter Remy
E-Mail: d.remy@allbau.de
Tel.: 0201/2207-307
Fax: 0201/2207-269
www.allbau.de

© BSWR

23.06.2016 Wettbewerb „Erlebter Frühling“

Eifrige Frühlingsforscher*innen ausgezeichnet
Gewinner*innen des bundesweiten Kinderwettbewerbs „Erlebter Frühling“ stehen fest

1.800 Kinder in ganz Deutschland sind dem alljährlichen Aufruf der Naturschutzjugend (NAJU) gefolgt und haben den Frühling vor ihrer Haustür erforscht. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den vier Frühlingsboten Stieglitz, Brennnessel, Tagpfauenauge und Grasfrosch.
Immer wieder sind wir begeistert vom Forschergeist und von der Kreativität der teilnehmenden Kinder und Gruppen. Vom akribisch über viele Monate angelegten Forscher*innentagebuch bis zum selbstgeschriebenen und eigens vertonten Schmetterlingssong waren wieder viele Überraschungen dabei“, berichtet Christoph Röttgers, Bundesjugendsprecher der NAJU.

Unter den 110 Einsendungen wurden Preise in den Kategorien Kindergarten, Schule, Kindergruppe und Einzeleinsendungen vergeben.

Platz 2 in der Kategorie Kategorie "Kindergruppe" erreichten die "Die Umweltkenner" der AG der Marienschule aus Oberhausen, eine Gruppe von Linda Trein im Rahmen unserer LVR-Projekte. Im Film „Die Wissenshow für Kids“ der sechs- bis achtjährigen „Umweltkenner“ aus Oberhausen in Nordrhein-Westfalen erfahren die Zuschauer*innen alles Wichtige und Wissenswerte rund um die Brennnessel: warum sie brennt, wie man sie gefahrlos anfassen kann und wie sich sogar Seife aus ihr herstellen lässt.

Die Kinder waren in der Natur unterwegs und haben die Besonderheiten der vier Frühlingsboten mit allen Sinnen erforscht. Das ist wichtig, denn nur was man kennt, kann man auch schützen. Und so werden aus kleinen Frühlingsforscher*innen begeisterte Naturschützer*innen“, so Röttgers weiter. Forscherrucksäcke, Experimentierkästen und viele weitere Preise sind in diesen Tagen per Post unterwegs zu den Gewinnergruppen.

23.06.2016 Wilhelm-Busch Schule

Natur trifft Kunst Lebensraum Baum an der Wilhelm-Busch Schule
Im Projekt "Natur trifft Kunst" erforschten die Schülerinnen und Schüler der Rabenklasse der Wilhelm-Busch Schule an mehreren Terminen den "Lebensraum Baum" im Witthausbusch in Mülheim an der Ruhr. Sie fanden heraus aus welchen Teilen ein Baum aufgebaut ist und welche Funktion diese haben, suchten Tiere an Blättern, Zweigen und Stämmen und sammelten besondere Teile von Bäumen (Zweige, Früchte, Samen, Wurzeln) als ihre "Schätze". Aus diesen Erlebnissen und Fundstücken erschufen die Kinder dann gemeinsam mit Corinna Kuhn und Detlef Kelbassa (Kelbassa´s Panoptikum) ihren "Lebensraum Baum" als buntes Kunstwerk auf dem Schulhof. Dieses Objekt wird die Klasse nun täglich an ihre Ausflüge in den Wald erinnern.

© BSWR

20.06.2016 Landschaftspark Duisburg Nord

Tag der Artenvielfalt im Landschaftspark
Der traditionelle Tag der Artenvielfalt im Rahmen der Duisburger Umwelttage fand am 20.06. im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. Sechs siebte- und achte Klassen Duisburger Gesamtschulen und Gymnasien untersuchten an diesem Tag die Artenvielfalt auf dem ehemaligen Hüttengelände. Mittels GPS-Ralley suchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Forscherstationen auf und untersuchten Flora, Fauna und Bodenverhältnisse im Landschaftspark. Wie viele Pflanzenarten wachsen im Landschaftspark? Gibt es Horizonte auch unter der Erde? Warum gibt es so viele Neubürger unter der Pflanzen? Oder was ist eine Fangmaske? Ist nur eine Auswahl an Fragen, die von den Teilnehmern im Laufe des Vormittags erforscht wurden.

© BSWR

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Letzte Änderung am Mittwoch, 7. Juni 2017 um 12:02:53 Uhr.