Rana temporaria L. (Grasfrosch) - Liebestolle Amphibien unterwegs!

Der Grasfrosch ist unsere häufigste Froschart und auch im Ruhrgebiet noch an vielen Stellen zu finden. So mancher Bürger kennt sie auch aus Gartenteichen, die immer dann besiedelt werden, wenn ein ausreichendes Umfeld als Lebensraum zur Verfügung steht. Eine künstliche Ansiedlung ist daher sinnlos.

Im Frühjahr, sobald es wärmer wird und das Eis geschmolzen ist, beginnt die Paarungs- und Laichzeit der Grasfrösche. Als Laichplätze dienen stehende und langsam fließende Gewässer.

In diesen Gewässern sind die Grasfrösche zur Laichzeit manchmal in großen Mengen anzutreffen; man muss allerdings oft genau hinschauen, um die wirkliche Anzahl an Fröschen zu erfassen.

 

Während des Ablaichens klammert sich das Männchen fest an das Weibchen, um den frischen Laich direkt befruchten zu können. Dabei fällt stets der leicht gräuliche Schimmer der männlichen Frösche auf, der während der Laichzeit durch die Ansammlung an Lymphflüssigkeit im Unterhautgewebe entsteht. Ansonsten sind die Grasfrösche in ihrer Färbung äußerst variabel wie die nebenstehenden Fotos zeigen.

Jeder Laichballen enthält mindestens 1000 Eier und kann sogar aus bis zu 4000 Eiern bestehen. Diese werden oft eng beieinander abgelegt, so dass große Ansammlungen von Laichballen entstehen, die den Embryonen auch Schutz vor Räubern bieten.

Da es in jedem Jahr einen Überschuß an männlichen Grasfröschen gibt, kommt es gelegentlich zu solchen "Verzweiflungstaten".

Klammert ein Grasfrosch ein Feuersalamander im Wasser, so ist dieser meist hilflos dem Frosch ausgeliefert.

Nicht selten ertränkt der Grasfrosch dabei das Salamanderweibchen, denn er läßt nicht eher los, bevor Laich abgegeben wird. Salamander sind allerdings lebendgebärend.

© BSWR 2004

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